„Verbindung schaffen! Für Kommunikation sorgen!“ Das ist das Motto der gemeinsamen Ausstellung "Überleben im Risikoumfeld“ des Drogenverein Mannheim e.V. und dem POW e.V. auf dem Gelände des Alter. Im Rahmen der Aktionen rund um den nationalen Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher*innen findet diese vom 26.07. – 31.07.2025 statt. Die Eröffnung ist am 26.07.2025 um 17.00 Uhr.
„Wir sehen es als unsere Aufgabe Drogengebrauch aus dem Dunkel- ins Hellfeld zu bringen. Nur über den öffentlichen Austausch lassen sich Mythen und vor allem Stigmatisierung abbauen“ beschreibt Philip Gerber Geschäftsführer Inhalte des Drogenverein Mannheim e.V. das Ziel der Ausstellung.
Zu sehen sind 5 großflächige Gesichtsportraits von verstorbenen Mannheimer Drogengebraucher*innen aus einem Projekt von Mirko Müller und Jonas Gieske aus dem Jahr 2017 und eine selbst gemachte Fotographien nebst Begleiterklärungen von Szenegänger*innen aus Köln.
„Die Kooperation mit dem Alter haben wir gesucht, da es in der Vergangenheit immer wieder auch zu Negativerlebnissen sowohl auf Besucher*innenseite als auch auf der Seite unserer sich dort aufhaltender Drogengebraucher*innen gekommen ist.“ erklärt Philip Gerber die Kooperation zu dem Projekt. „Ich bin davon überzeugt, dass über den Abbau von Vorurteilen, dem präventiv entgegenwirken können“ so Philip Gerber weiter.
„ALTER steht für gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe ohne Gegenleistung, weshalb hier Mannheimer:innen mit ganz unterschiedlichen Lebenswelten aufeinander treffen drogengebrauchende und nicht drogengebrauchende Menschen eingeschlossen. Die gemeinsame Ausstellung mit dem Drogenverein Mannheim "Überleben im Risikoumfeld“ macht die Lebensrealitäten drogengebrauchender Menschen sichtbar, schafft durch Begegnung auf Augenhöhe Raum für echten Austausch und ermöglicht den Abbau von Vorurteilen.“ erklärt Kristin Höflein Vorständin PWO e.V. die Kooperation für die Ausstellung.
Der nationale Gedenktag für verstorbene Drogenabhängige am 21. Juli hat sich in Deutschland zum größten Aktions- und Gedenktag im Bereich illegaler Drogen entwickelt. Jährlich gedenken an diesem Tag Angehörige, Freund*innen und Mitarbeiter*innen der Suchthilfe verstorbenen drogengebrauchenden Menschen.